Burundi

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Welcher Optiker möchte ein freiwilliges soziales Jahr (oder ein paar Wochen) in dem schönen kleinen ostafrikanischen Land absolvieren ? Weitere Voraussetzung: Französisch-Kenntnisse.

Herr Ziser ist als Entwicklungshelfer dort tätig.

Wer möchte einfach mal Kontakt aufnehmen ? www.pziser.wordpress.com

Lesen Sie hier aus einer Email-Anfrage an Herrn Ziser:

Seitdem (Anm Webmaster: seit Frau Ziser, Optikerin selbst dort war) muss das Projekt leider ruhen, ist aber keinesfalls aus unserem Gedächtnis. Wir wollten eigentlich hier vor Ort einen Optiker finden, der einen Burunder anlernt. Leider kann man so jemanden hier nicht finden. Wenn also ein schon etwas erfahrener Optiker hierher kommen könnte und "unterrichten", anlernen, etc., sodass das Projekt nach dessen Einsatz selbständig laufen könnte, wäre das absolut genial! Wir würden somit Wissen vermitteln und Arbeitsplätze schaffen. Als Material hätten wir die vielen Brillenspenden, die meine Mutter (und Kollegen) sammeln, ausmessen und aufbereiten. Das wäre mal ein Anfang. Voraussetzung wäre allerdings die Beherrschung der französischen Sprache, sonst könnte das etwas schwierig werden. Aber genau das ist es, wonach wir eigentlich suchen!!!

- gebrauchte Brillen ?

###Ja. Allerdings würde eine weitere Sammelaktion nur wirklichen Sinn machen, wenn o.g. gewährleistet wäre. Wir legen Wert auf Langfristigkeit und Selbständigkeit. Das wäre wirklich super!!!!

sonst noch etwas -???

###Vor allem die Wissensvermittlung. Dann müsste man eben noch schauen, wo man entsprechende Hilfsgeräte herbekommt... als Spenden großer Konzerne, etc.

Wenn man also jemanden hätte, der sich für einen Einsatz in Burundi bereit erklären würde, könnte man sich evtl. an diese wenden für die finanzielle Unterstützung - oder mit Geräten.

Was ich mir auch gut vorstellen kann, ist eine Verbindung zu der Partnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Burundi, an der ich schon lange arbeite und die nun ins Rollen gekommen ist. Im Juni wird eine Delegation aus BW anreisen. Man hat schon eine Schreinerei unterstützt und ein Krankenhaus. Wieso nicht auch eine Optikerschule??

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen !!

###Ich freue mich sehr über Ihre Nachricht. Bitte bleiben Sie in Kontakt und sagen Sie mir ohne zu zögern, was Sie von mir benötigen!!!

Hier können Sie den Flyervon “burundi-kids” herunterladen...

oder einiges über Burundi erfahren: http://de.wikipedia.org/wiki/Burundi

oder den Info-Flyer, über die Organisation, für die Herr Ziser arbeitet.

 

Mit Fachwissen und Brillenspenden

OPTIK-WOCHE: Anne Ziser aus Eggenstein hilft in Burundi

Von Mitarbeiter

Philipp Ziser

Der Schweiß läuft ihr von der Stirn, die afrikanische Hitze ist sie nicht gewohnt. In dem kleinen Raum stehen dazu noch unzählige Menschen. Das Licht ist karg, die Luft schwül und stickig, von draußen schallt Stimmengewirr durch die Fenstergitter. „Was ich hier in Burundi gesehen und erlebt habe, muss ich erst einmal verarbeiten“, gibt Anne Ziser zu. Damit meint die Augenoptikermeisterin aus Eggenstein nicht etwa die Arbeitsbedingungen in der kleinen ostafrikanischen Republik, sondern die Lebensumstände der Menschen.

 

Für zwei Wochen war die 56-Jährige von ihrem kleinen Lädchen in Eggenstein aufgebrochen, um in den Projekten der Hilfsorganisation Fondation Stamm zu helfen – mit ihrem Fachwissen, Sehtests und vor allem passenden Brillen. „Normalerweise wird hier einfach nur aufprobiert und geschaut, ob man was sieht“, erklärt Verena Stamm, die Gründerin und Leiterin der Organisation. „Nach zwei Tagen bringen die Leute dann die Brillen zurück und klagen über Kopfschmerzen.“ Da dass nicht Sinn der Sache ist, nahm sich Anne Ziser vor, die Sehhilfen professionell an Mann, Frau und Kind zu bringen. „Man kann Brillen nicht verteilen wie Bonbons. Sonst macht man mehr kaputt als dass es den Menschen hilft“, erklärt sie. Schmunzeln muss sie dann über die Begeisterung einer alten Frau, die sich freut und gleichzeitig wundert, das Haus auf der gegenüberliegenden Straßenseite in voller Schärfe sehen zu können.

 

Brillentag im Armenviertel Kanyosha in Burundis Hauptstadt Bujumbura. Seit 5 Uhr morgens warten Kinder, Alte und Frauen und Männer jeden Alters auf die Optikerin. Das Auto kommt nur mit Mühe durch die Masse und das Tor hindurch. Mitarbeiter der Organisation bahnen den Helfern den Weg in das kleine Häuschen, wo Anne Ziser in den folgenden Stunden unzählige Sehtests durchführen und Brillen anpassen wird. Mit noch mal so vielen Brillenrezepten fährt sie wieder nach Hause. „Die Zeit reicht einfach nicht aus. Ich werde in Ruhe die passenden Brillen zu den Rezepten heraussuchen und dann nach Burundi schicken.“ Viele der Leute, die für eine Sehhilfe gekommen waren, gehen die kilometerlangen Märsche wieder nach Hause. Und warten sehnsüchtig auf das Paket aus Deutschland. 58 Prozent der burundischen Bevölkerung haben pro Tag weniger als einen Dollar, 89 Prozent weniger als zwei Dollar zur Verfügung. Eine Brille bedeutet nicht selten die Hälfte eines Monatsgehalts.

 

Wie viele Brillen Ziser in zwei Wochen Burundi verteilen konnte, weiß sie nicht. Zwei Pakete mit jeweils 300 Brillen schickte sie vorab. Mit 800 weiteren und dem notwendigen Optikerwerkzeug im Koffer reiste sie an. Unzählige lagern noch in ihrem Geschäft, die in den kommenden Wochen und Monaten den Weg in die Heime der Fondation Stamm finden werden. Verena Stamm ist begeistert vom Erfolg der Optik-Woche: „Wir werden dieses Projekt voraussichtlich fortführen. Wenn uns die Menschen in Deutschland weiterhin so unterstützen, wird das auch gut laufen.“ Ein gelernter Optiker würde dann eingestellt, der die Schützlinge der Fondation Stamm – Straßenkinder, Waisen, junge Mütter, Flüchtlinge und andere Bedürftige – mit gespendeten Brillen versorgen könnte.